25.04. - Vortrag: "Sojaanbau in Lateinamerika für Futtermittel in Europa" - Mit Almudena Abascal (FIAN e.V.)

25.04. – Vortrag: „Sojaanbau in Lateinamerika für Futtermittel in Europa“ – Mit Almudena Abascal (FIAN e.V.)

Dienstag, 25.04. – 19 Uhr

Seminarraum im Gängeviertel (4. Stock in der Fabrique, Valentinskamp 34a, Zugang über die Speckstraße)

 

Veranstaltungsankündigung:

Der Sojaanbau, der der Fütterung von Tieren dient, die in Europa konsumiert werden, hat verheerende Folgen für Menschen und Natur. Um den europäischen Fleischbedarf zu befriedigen, haben große nationale und transnationale Konzerne aus dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung (Agribusiness) in der Sojamonokultur ihren neuen Goldesel gefunden. Verbunden mit der Entwicklung der Gentechnik stellt dies ein Business dar, wo nur die Konzerne gewinnen. Denn häufig sind die Konzerne, die (genmanipuliertes) Saatgut verkaufen, dieselben, die für den Anbau der Monokulturen erforderlichen Pestizide und Herbizide anbieten.

Südamerika, von Ecuador bis Argentinien über Paraguay, gehört zu dem Hauptanbaugebieten des (genmanipuliertes) Sojas. Kleinbauern und –bäuerinnen sowie indigene Bevölkerung sind besonders betroffen. Die Ersteren, die nicht mit dem großen Konzerne konkurrieren können, verlieren ihre Lebensgrundlage. Die Letzteren werden als Opfer des Landraubs von ihren traditionellen Territorien vertrieben. Ihre Menschenrechte, unter anderen das Recht auf Nahrung, auf Wohnraum, auf Wasser, auf Bildung, sogar ihr Recht auf Leben werden ernsthaft bedroht.

Auf gleiche Weise wie für die Menschen ist die Ausbreitung der Monokulturen wie Soja eine gravierende Bedrohung für die Natur: unumkehrbarer Vielfaltverlust, Abholzung, Überflutungen, Verschmutzung von Flüsse und Böden sind die Folge.

Die Ausbreitung von Sojamonokulturen in Südamerika und die Auswirkungen auf die Menschenrechtssituation der Betroffene werden analysiert sowie die Alternativen zu dem Agribusiness diskutiert.

 

Almudena Absacal arbeitet bei FIAN Deutschland e.V., einem Informations- und Aktionsnetzwerk, das sich für Ernährungssicherheit und eine ökologisch und sozial gerechte Landwirtschaft engagiert. Almudena arbeitet u.a. zu den Themen Sojaanbau in Brasilien und Paraguay, Landgrabbing und Kriminalisierung sozialer Bewegungen.